Teil 2 – Stand-Schiessen
Der Kauf einer Pistole ist eine Entscheidung, die gut durchdacht sein will. Ob aus Sicherheitsbedürfnis, sportlichen Ambitionen oder anderen Gründen – wer sich mit dem Gedanken trägt, eine Schusswaffe zu erwerben, sollte verschiedene Aspekte berücksichtigen. In diesem Artikel werfen wir einen kritischen Blick auf die wichtigsten Überlegungen. In diesem Blog geht es um das urtypische schweizerische Stand-Schiessen.
Was ist Stand-Schiessen?
Unter Stand-Schiessen versteht man das Schiessen auf einem festen Schiessstand (von der Ladebank aus und auf Entfernungen von 25 m und 50 m.
Während dynamische Disziplinen wie IDPA / IPSC viel Bewegung und Geschwindigkeit verlangen, liegt beim Standschiessen der Fokus klar auf Ruhe, Technik und Präzision.
25 m Pistolen-Disziplinen – Übersicht & Regeln
Das 25 m Pistolen-Schiessen ist eine der beliebtesten Disziplinen im Schweizer Schiesssport. Auf dieser Distanz treten Schützen mit Kleinkaliber-, Zentralfeuer- oder Ordonnanzpistolen an und messen sich in Präzision, Geschwindigkeit und Konstanz.
In diesem Artikel geben wir dir einen Überblick über die wichtigsten 25 m Pistolen-Disziplinen in der Schweiz, ihre Regeln und Besonderheiten.Als was einfaches bezeichnet man, das Abzugssystem der Pistole. Hier wird zwischen den drei Hauptsystemen unterschieden:
25 m Sportpistole (.22lr)
- Die Sportpistole ist eine der bekanntesten 25-m-Disziplinen und international sogar olympisch.
- Kaliber: .22lr (Kleinkaliber)
- Regeln: Abzugsgewicht mind. 1000 g, Waffengewicht max. 1400 g
- Programm: Kombination aus Präzisionsschiessen (5 Schuss in 5 Minuten) und Duellschießen (5 Schuss in 3 bzw. 20 Sekunden)
- Beliebt bei: Einsteigern und Wettkampfschützen
- Ideal, um die Grundlagen von Visierung, Atmung und Abzugsdisziplin zu lernen.
25 m Standardpistole
- Die Standardpistole bietet ein abwechslungsreiches Zeitprogramm:
- Kaliber: .22lr
- Programm: Serien à 5 Schuss in
- 150 Sekunden
- 20 Sekunden
- 10 Sekunden
- Fokus: Technik und Nervenstärke
- Perfekt für Schützen, die Routine entwickeln und ihre Schiesstechnik unter Zeitdruck verbessern möchten.
25 m Zentralfeuerpistole
- Eine traditionsreiche Disziplin für erfahrene Schützen:
- Kaliber: 7,62–9,65 mm (z. B. 7,65x21mm oder 9mm Para)
- Programm: identisch zur Sportpistole (Präzision + Duell)
- Besonderheit: Rückstosskontrolle spielt eine große Rolle
- Sehr beliebt bei erfahrenen Sportschützen in der Schweiz.
25 m Schnellfeuerpistole
- Dynamik pur: Hier zählt Geschwindigkeit bei höchster Präzision.
- Kaliber: .22lr
- Programm: 5 nebeneinanderstehende Ziele – pro Ziel 1 Schuss
- Zeitserien: 8 s, 6 s und 4 s
- Status: Olympische Disziplin
- Eine der anspruchsvollsten Disziplinen – Reaktionsvermögen und Timing sind entscheidend.
25 m Ordonnanzpistole
- Die wohl traditionellste 25-m-Disziplin in der Schweiz:
- Waffen: Schweizer Ordonnanzpistolen (z. B. SIG P210, P220); Es sind nicht alle 9mm Para Pistolen zugelassen. Im sogennanten Hilfsmittelvereichnis sind die Regeln aufgeführt.
- Kaliber: meist 9 mm Para
- Programme: je nach Wettkampf Präzision, Serie und Kombi-Wertungen
- Besonderheit: Sehr populär beim Feldschiessen und in Vereinen
- Ein Stück Schweizer Schützenkultur – für viele Sportschützen der Einstieg in den Wettkampfsport. Pistolenschützenvereine bieten in der Regel diese Disziplin an. Es gibt auch Vereine, die mehrere Disziplinen, wie auch 10 m Luftpistole anbieten.
Fazit
Das 25 m Pistolen-Schiessen in der Schweiz bietet eine enorme Vielfalt:
- Von präzisen Kleinkaliberdisziplinen über traditionelle Ordonnanzprogramme bis hin zu olympischen Schnellfeuerwettbewerben.
- Jede Disziplin hat ihren eigenen Reiz und stellt unterschiedliche Anforderungen an Technik, Kondition und mentale Stärke.
Egal ob Anfänger oder erfahrener Schütze: Auf 25 m findet jeder eine passende Pistolen-Disziplin.
